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Interviews mit Betroffenen

Interviews mit Betroffenen

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ANUAS gibt Opfern eine Stimme.

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ANUAS-Talk - Interview mit Marion Waade zum Mord an ihrer Tochter Susan

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Teil 1: "Macht und Machtlosigkeit" - Ungerechtigkeit, Entwürdigung, Menschenrechte

Gewaltsame Tötung, zweifelhafte Suizide ... wie geht Deutschland, die Gesellschaft mit den Angehörigen dieser Betroffenenfälle um? Welche Machtgefüge gibt es in Deutschland und wie erleben betroffene Angehörige diese?

Familienangehörige von Personen, die infolge einer Straftat zu Tode kamen, zählen zu den Opfern und genießen dieselben Rechte wie die Opfer selbst einschließlich des Rechts auf Information, Unterstützung und Entschädigung. --- Richtlinie 2012/29/EU v. 25.10.2012 über Mindeststandards für die Rechte, die Unterstützung und den Schutz von Opfern von Straftaten (Umsetzung in nationales Recht 16. 11. 2015) --- Angehörige in Deutschland werden nicht als Opfer - gesetzlich verankert - anerkannt und haben dadurch Nachteile. Diese Betroffenengruppe fällt durch ein Raster der Gerechtigkeit, Rechte werden auf allen Ebenen verletzt.

Der Bundesverband ANUAS e.V. ist eine Betroffenen-Opfer-Hilfe-Organisation, die sich überwiegend aus selbst Betroffenen von gewaltsamer Tötung und zweifelhaften Suiziden zusammensetzt. Alle diese betroffenen Angehörigen haben das Bedürfnis, über ihr Erlebtes öffentlich zu reden. Sie haben alle Gleiches erleben: Ungerechtigkeiten, Stigmatisierungen, Menschenrechtsverletzungen, Verletzungen von Datenschutz-und Persönlichkeitsrechten, Entwürdigung, Verletzung von Opferrechten, wenige wirklich benötige Opferhilfen ...

Ungerechtigkeiten, Stigmatisierungen, fehlerhaft umgesetzte Gesetze, Werte, Normen, kulturelle Unterschiede und schlecht umgesetzte gesellschaftliche Verantwortung sind Problemfelder die in Betroffenenfällen erlebt werden. Wie gehen Menschen mit Menschen um? Wer nutzt seine Macht gegen seine machtlosen Mitmenschen aus? Wie wird dieses erlebt?

Öffentlich rechtliche Fernsehsender, Presse: Fehlerhafte Vorgehensweisen, falsche Berichte, Verletzung von Menschenrechten und Datenschutz, sowie Verleumdungen führen dazu, dass der Zuschauer über Fernsehbeiträge oft mit inkompetenten und falschen Informationen öffentlich versorgt wird, wie z.B. im dargestellten Haupt-Fall. Die betroffenen Angehörigen werden nicht ernst genommen und Fernsehbeiträge werden vor der Ausstrahlung nicht auf Richtigkeit geprüft.

Macht und Machtlosigkeit, eine Problem-Spanne der Gesellschaft, die immer mehr zunimmt. Wer hat in der Gesellschaft die Macht und wer ist machtlos, und wie wirkt sich dieses auf hilfebedürftige Menschen aus?

Die ANUAS-Bundesvorsitzende berichtet aus den eigenen Erfahrungen und anhand von anderen Betroffenenbeispielen, was Betroffene nach einer gewaltsamen Tötung erleben. Welche Chancen haben Angehörige zweifelhafter Suizide, wenn nicht korrekt ermittelt wird, und damit Menschenrechte verletzt werden? Was macht es mit den Familien, mit ihrer seelischen * psychischen * körperlichen Gesundheit, welche beruflichen Auswirkungen hat dieses für die Menschen?

Welche Erfahrungen gibt es im Zusammenspiel mit Kriminalbeamten, selbsternannten Profilern, öffentlich rechtlichen Sendern - die Presse, Politikern, Bundesbeamte und weitere Helferkreise?

Wie werden Angehörige gewaltsamer Tötung oder zweifelhafter Suizide behandelt, wie und wo finden sie Gehör und Unterstützung, entsprechend ihrer Menschenrechte?

  • Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben (Art. 2 der Menschenrechtskonvention - MRK), d.h. in jedem Todesfall muß korrekt ermittelt werden.
  • Recht auf faires Verfahren (Art. 6 der MRK), d.h. jeder Mensch hat ein Recht auf ein Gerichtsverfahren, welches in einem Rechtsstaat von Betroffenen erwartet und vorausgesetzt wird. Dieses Recht wird den Betroffenen genommen, bei fehlenden Ermittlungen im Todesfall.
  • Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Art. 8 der MRK). Dieses wird sehr häufig durch öffentlich rechtliche Sender, Vertreter öffentlicher Dienststellen und unqualifizierte "Fachberater" verletzt.
  • Recht auf wirksame Beschwerde (Art. 13 der MRK). In Fällen zweifelhafter Suizide z.B. haben Angehörige keine Möglichkeiten der Beschwerde. Sogenannte "Fachberater" vermitteln subjektive Meinungen zum Fall, welche nicht ausreichend untersucht und geprüft wurden, Menschen werden ignoriert und Gerechtigkeit wird nicht erlebt. Das betrifft nicht nur zweifelhafte Suizide, sondern auch Fälle gewaltsamer Tötung.
  • Diskriminierungsverbot (Art. 14 der MRK) --- In allen Betroffenenfällen werden betroffene Angehörige nicht ernst genommen, sie werden stigmatisiert und diskriminiert ... angefangen vom Umgang mit ihnen bis zum Abschluß des Strafverfahrens, wenn es zu einem fairen Strafverfahren kommt.

Diese und ähnliche Fragen, Probleme und gesellschaftliche Verletzungen werden im 1. Interview besprochen. Der Themenbereich ist so überwältigend groß, dass es Fortsetzungsfolgen geben wird.


ANUAS-Talk - Interview mit Miriam Lutz zum Mord an ihrer Tochter Monique

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Miriam Lutz besucht die Bundesgeschäftsstelle des ANUAS e.V.. Im ANUAS-Talk-Café, innerhalb eines ANUAS-Talks berichtet die Mutter, was ihrer Familie passiert ist:

Was ist passiert?

Monique, die älteste Tochter von Miriam Lutz wurde durch den eifersüchtigen Ehemann getötet. Monique wollte die Beziehung beenden und die Scheidung einreichen. Da es ein gemeinsames Kind in der Ehe gab, war Monique daran interessiert, die Beziehung friedlich über ein Gespräch zu beenden. Der Ehemann wollte dieses nicht akzeptieren. Er sperrte die Hunde weg und schloß die kleine 6jährige gemeinsame Tochter im Nebenzimmer ein. Die Tochter konnte alles hören, was danach passierte ...

Welche Unterstützung und/ oder Hilfen hat die Familie nach der Tat erhalten?

Bis heute hat die Familie keine Entschädigungsleistungen erhalten. Die Familie hat viel Stress erfahren ..., Arbeitsplatzverlust..., die Familie drohte zu zerbrechen ... Alles geriet aus den Fugen, nichts war mehr so, wie es vorher war. "Wir wollen unser altes Leben zurück!" Das Sorgerecht für das Enkelkind mußte sehr intensiv und langwierig erkämpft werden.

Welche Erfahrungen hat die Familie innerhalb des Strafprozesses gemacht, mit Rechtsanwälten * der Staatsanwaltschaft * dem Schöffengericht ?

Dem Täter wurde durch ein psychologisches Gutachten eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Was der Richter während der Verhandlung aussagte empfand die Familie als Ignoranz und Unverschämtheit.... Hören Sie selbst, was Frau Lutz im Interview berichtet! Die Familie hat während der Verhandlung keinerlei Schutz und Unterstützung durch Justizbehörden erfahren. Von der Täterseite wurde die Opferfamilie beleidigt und diskriminiert. Die Funktion der Schöffen war der Opferfamilie nicht klar. Opferrechte, entsprechend der EU-Richtlinie zum Mindeststandard für Gewaltopfer (Umsetzungsfrist in nationales Recht: 16. 11. 2015) wurden nicht eingehalten. Die Familie wird nicht als Opfer (lt. EU) gesehen, sondern übliche Hinterbliebene.

Weitere Fragen wurden besprochen:

  • Warum erhielt der Straftäter eine Strafe im Rahmen der "fahrlässigen Tötung", obwohl Mordmerkmale vorhanden waren?
  • Was denkt die Familie zur Resozialisierung von Tätern? Wäre eine Resozialisierung für Opfer ebenfalls nötig?
  • Wie denkt die Familie über die fehlerhafte Umsetzung der EU-Richtlinie zum Mindeststandard für Gewaltopfer, speziell in Bezug auf fehlende Rechte für Angehörige gewaltsamer Tötung?
  • Was passiert, wenn der Täter aus dem Gefängnis entlassen wird? Wie geht die Familie damit um?
  • Wie geht die Familie heute mit den vielen Ungerechtigkeiten, zusätzlich zur gewaltsamen Tötung an der Tochter um?

Wir sehen uns im ANUAS-Talk-Café zum ANUAS-Talk!

Bild informiert über das Interview mit der Enkeltochter von Miriam Lutz
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Zoe, die Enkeltochter von Miriam Lutz, deren Mutter vom Vater getötet wurde, kommt zu Wort

Zoe, die Enkeltochter von Miriam Lutz, mit einem Interview in Gedicht- und Liedform...


Interview mit Charlotte und José Uceda Camacho zum Mord an ihrer Tochter Lorén