Bild zeigt das Logo des BV ANUAS e. V. Hilfsorganisation

Interviews mit Betroffenen

Interviews mit Betroffenen

Bild Interviews mit Betroffenen
Externer Link zu YouTube - das Video öffnet sich in einem neuen Browserfenster

ANUAS gibt Opfern eine Stimme.

Bild informiert über das Projekt ANUAS-gibt-Opfern-eine-Stimme
Externer Link zu YouTube - das Video öffnet sich in einem neuen Browserfenster

ANUAS-Talk - Interview mit Miriam Lutz zum Mord an ihrer Tochter Monique

Bild informiert über das Interview mit Miriam Lutz
Externer Link zu YouTube - das Video öffnet sich in einem neuen Browserfenster
Miriam Lutz besucht die Bundesgeschäftsstelle des ANUAS e.V.. Im ANUAS-Talk-Café, innerhalb eines ANUAS-Talks berichtet die Mutter, was ihrer Familie passiert ist:

Was ist passiert?

Monique, die älteste Tochter von Miriam Lutz wurde durch den eifersüchtigen Ehemann getötet. Monique wollte die Beziehung beenden und die Scheidung einreichen. Da es ein gemeinsames Kind in der Ehe gab, war Monique daran interessiert, die Beziehung friedlich über ein Gespräch zu beenden. Der Ehemann wollte dieses nicht akzeptieren. Er sperrte die Hunde weg und schloß die kleine 6jährige gemeinsame Tochter im Nebenzimmer ein. Die Tochter konnte alles hören, was danach passierte ...

Welche Unterstützung und/ oder Hilfen hat die Familie nach der Tat erhalten?

Bis heute hat die Familie keine Entschädigungsleistungen erhalten. Die Familie hat viel Stress erfahren ..., Arbeitsplatzverlust..., die Familie drohte zu zerbrechen ... Alles geriet aus den Fugen, nichts war mehr so, wie es vorher war. "Wir wollen unser altes Leben zurück!" Das Sorgerecht für das Enkelkind mußte sehr intensiv und langwierig erkämpft werden.

Welche Erfahrungen hat die Familie innerhalb des Strafprozesses gemacht, mit Rechtsanwälten * der Staatsanwaltschaft * dem Schöffengericht ?

Dem Täter wurde durch ein psychologisches Gutachten eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Was der Richter während der Verhandlung aussagte empfand die Familie als Ignoranz und Unverschämtheit.... Hören Sie selbst, was Frau Lutz im Interview berichtet! Die Familie hat während der Verhandlung keinerlei Schutz und Unterstützung durch Justizbehörden erfahren. Von der Täterseite wurde die Opferfamilie beleidigt und diskriminiert. Die Funktion der Schöffen war der Opferfamilie nicht klar. Opferrechte, entsprechend der EU-Richtlinie zum Mindeststandard für Gewaltopfer (Umsetzungsfrist in nationales Recht: 16. 11. 2015) wurden nicht eingehalten. Die Familie wird nicht als Opfer (lt. EU) gesehen, sondern übliche Hinterbliebene.

Weitere Fragen wurden besprochen:

  • Warum erhielt der Straftäter eine Strafe im Rahmen der "fahrlässigen Tötung", obwohl Mordmerkmale vorhanden waren?
  • Was denkt die Familie zur Resozialisierung von Tätern? Wäre eine Resozialisierung für Opfer ebenfalls nötig?
  • Wie denkt die Familie über die fehlerhafte Umsetzung der EU-Richtlinie zum Mindeststandard für Gewaltopfer, speziell in Bezug auf fehlende Rechte für Angehörige gewaltsamer Tötung?
  • Was passiert, wenn der Täter aus dem Gefängnis entlassen wird? Wie geht die Familie damit um?
  • Wie geht die Familie heute mit den vielen Ungerechtigkeiten, zusätzlich zur gewaltsamen Tötung an der Tochter um?

Wir sehen uns im ANUAS-Talk-Café zum ANUAS-Talk!


Interview mit Charlotte und José Uceda Camacho zum Mord an ihrer Tochter Lorén